Schulbeginn – definitiv nicht wie in Hartberg ;-)

Dekoration, welche die Kinder willkommen heißt
Dekoration, welche die Kinder willkommen heißt

Wir werden in einer Mädchenschule mit 900 Schülern unterrichten, welche unter der Leitung der Don Bosco Schwestern ist (die jüngste der Schwestern ist Direktorin) und sich direkt neben unserem Zuhause auf dem selben Gelände befindet.

Am Dienstag dem 3. September hieß es wir sollen zur Schuleröffnung kommen: Wir sitzen vor etwa 300 Mädchen – 8. bis 10. Klasse (d.h. pro Klasse etwa 50 Schüler), in roter Uniform mit schwarzen Schuhen und hübschem dunklem Haar, welche in Reih und Glied äußerst diszipliniert in den Klassengruppen vor uns stehen und uns anstarren und belächeln. Bei vielen Ansprachen wird nicht getratscht und bei der ecuadorianischen Bundeshymne (die übrigens sehr schön ist), Gebeten und einem Don Bosco – Schullied singen ausnahmslos alle mit. So eine Disziplin findet man bei uns wahrscheinlich nur beim Bundesheer, wenn überhaupt … ;)

Am darauffolgenden Tag fand die Schuleröffnung der 4. - 7. Schulstufe statt – fast genauso diszipliniert.

Die Eröffnung für die Kleinsten – 1. bis 3. – fand am Donnerstag statt und hier merkte man zum Glück gleich, dass sie eben noch jünger und aufgrund dessen auch sehr unkoordiniert und leicht abzulenken sind (und sein dürfen). Dass einzige Mal, wo sie wirklich alle aufmerksam zum Mikrofon starrten war als Anna und ich uns selbst vorstellten – danach brachten wir noch alle zum Schmunzeln, als wir uns zugegebenermaßen etwas unseriös verhielten und über die Bank kletterten – upps … ;-)

Die ersten Schultage waren vor allem als Eingewöhnung zu sehen – besonders für die Kleinsten, von denen auch einige ein paar Tränchen vergossen.

Wir verbringen die Pausen – jeweils eine halbe Stunde für die Kleineren und danach eine halbe Stunde für die Größeren – mit den Kindern am Pausenhof. Hier wird geplaudert und gespielt (Abfangen, Versteinerte Hexe, Kartenspiele und und und ..).

Meine erste wirkliche Begegnung mit einem neuen Schulmädchen aus der 2. Klassen werde ich wohl nie vergessen: Am ersten Schultag kommt sie traurig zu Anna und mir und erzählt: „Ich habe keine Freunde.“ (auf Spanisch natürlich) – meine einfache Antwort „Aber du hast ja uns.“ wurde sofort mit einer herzlichen Umarmung und einem glücklichen Lächeln belohnt. :)) Die Kinder hier umarmen generell sehr gerne, denn als ich einmal ein Mädchen, das sich weh tat und weinte, tröstete und in den Arm nahm wurde ich gleich darauf von weiteren 3 Kindern umarmt – ich glaub, weil sie einfach auch gern eine Umarmung wollten. :)

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